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Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
#11
Warum studiere ich andere Leute? nicht der Selbsterkenntnis willen, sondern ganz einfach deshalb, um auch das Denken meiner Mitmenschen zu verstehen. Wer sich nur auf die Selbsterkenntnis konzentriert, steht in der Tat am Ende alleine da.

Meine Crode lautet aber: Erkenne deinen Nächsten, wie dich selbst.

Dein gewünschtes Symposium sehe ich hier. Blöd ist nur, dass der viruelle Tropfen nicht wirklich schmeckt [Bild: biggrin.png]

Liebe Grüße
Matthias
[Bild: aegypten_smilies_0014.gif]
In einem gesunden Körper gesundet auch ein kranker Geist!
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#12
Das ist ja interessant..... dazu habe ich heute einen Blog veröffentlicht - ja, vielleicht für die Öffentlichkeit bissl zu progressiv, aber wer weiß....

https://merlins-blog.de/jetzt-ist-die-zeit3
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#13
(15.09.2019, 09:51)Matthias schrieb: Warum studiere ich andere Leute? nicht der Selbsterkenntnis willen, sondern ganz einfach deshalb, um auch das Denken meiner Mitmenschen zu verstehen. Wer sich nur auf die Selbsterkenntnis konzentriert, steht in der Tat am Ende alleine da.

Coole Erklärung. Und wirklich eine schwierige Angelegenheit - sich für andere und deren Denken zu interessieren, hat das Problem, dass diese das als indiskret auffassen können, in dem sinne, dass einen deren Angelegenheiten schlicht nichts angehen.
Das ist einer der Gründe wie ich zu der Symposion-Idee komme: ein solcher Rahmen impliziert, dass man sich aufeinander einzulassen geneigt ist.

Zitat:Erkenne deinen Nächsten, wie dich selbst.

Das passt. Smile

Zitat:Dein gewünschtes Symposium sehe ich hier. Blöd ist nur, dass der viruelle Tropfen nicht wirklich schmeckt [Bild: biggrin.png]

Ja, da sind Ansätze. Da sind aber auch, allein schon wenn ich nur mich anschaue, hunderte Dinge, die ich hier nicht sonderlich reflektiert sehe. Und dann sind viele Dinge, wo ich niemandem raten würde, sie im Netzwerk auszubreiten, allein schon aus gesunder Vorsicht. Das entscheidende aber ist die Ritualistik. Das Tröpfchen, in dem Sinne vielleicht der Ritualwein, ist eben davon ein Aspekt.

Das ist etwa so eine Thematik, die ich hier im Raum kaum reflektiert sehe. Und im gewöhnlichen Alltag gleich überhaupt nicht. Da benutzt man zwar gelegentlich Ritualistik, in ener ganz arg beschränkten tradierten Weise, aber man weiss nichts darüber. In der katholischen Messe weiss man ein bischen mehr dazu - aber man benutzt das nur im Rahmen dieser einen überlieferten und weitgehend vertrockneten Religion mit ihren zugegeben etwas merkwürdigen Vorstellungen.
Gegelentlich hat man in unserer Zeit das Glück mitzuerleben, wenn Künstler mit diesem Material experimentieren. Und manche davon verstehen das auch. Nur waren diese Dinge nie dafür gedacht, von Künstlern auf der Bühne zur Unterhaltung performt zu werden. Sie waren gedacht um von Priestern mit ihrer Gemeinde für eine gemeinsame Sache praktiziert zu werden. Aber als Künstler kann man offenbar recht gefahrlos mit solchen Dingen spielen, wenn man derweil genug Bier trinkt ( https://www.youtube.com/watch?v=qQj1WOXNxqw ) - für einen unbedarften Normalbürger wie etwa mich kann es mitunter auch übel bis sehr böse ausgehen, wenn man anhnungslos über derlei Material stolpert.

Liebe Grüße
E8

(15.09.2019, 17:57)Markus Merlin schrieb: Das ist ja interessant.....    dazu habe ich heute einen Blog veröffentlicht - ja, vielleicht für die Öffentlichkeit bissl zu progressiv, aber wer weiß....

https://merlins-blog.de/jetzt-ist-die-zeit3

Oh ja. Ziemlich genau da bin ich zuerst auch rausgekommen. Und dann dachte ich, damit wäre alles soweit gut. War es aber nicht, weil ich mich dann fünf Jahre lang vor Angst kaum noch aus dem Haus getraut hab. Inzwischen weiss ich zumindest, dass andere Leute das auch wissen, dass sowas passieren kann. Aber sie reden nicht drüber. Bzw. einer hat mal drüber geredet und etwas gefaselt von Dingen, die die Seele eines Sterblichen so nebenbei zerquetschen können - nur leider: derjenige weiss auch nicht wovon er eigentlich redet. Sicher ist nur soviel: die Rede ist da nicht, ganz und gar nicht, von den Egoismen und Fehlbarkeiten der Sterblichen, von Leid, Krankheit oder Krieg. Da geht es um etwas anderes.
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#14
Zitat Matthias: Warum studiere ich andere Leute? nicht der Selbsterkenntnis willen, sondern ganz einfach deshalb, um auch das Denken meiner Mitmenschen zu verstehen. Wer sich nur auf die Selbsterkenntnis konzentriert, steht in der Tat am Ende alleine da.


Meine Crode lautet aber: Erkenne deinen Nächsten, wie dich selbst.

Dein gewünschtes Symposium sehe ich hier. Blöd ist nur, dass der viruelle Tropfen nicht wirklich schmeckt

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Zitat ENDE


Man kann seinen Nächsten nicht so erkennen,wie man sich selbst erkennt= Selbsterkenntnis

Man kann seinen Nächsten durchaus ergründen wollen und dennoch öffnet sich das Tor der Seele einem nie ganz....

Was wäre das für eine Gesellschaft,wenn wir über andere alles zu wissen glauben?

Es gibt sehr viele Pfade,die der Suchende geht und er trifft wohl auch andere Suchende ,wobei ein Austausch
über Ansichten,Lebenserfahrungen durchaus eine Erkenntnis bringen können.
Ist man dann noch 20 Jahre lang weiter all diese Pfade gegangen,trifft man so manchen auf der Mitte des Weges wieder....und man stellt fest,jener oder dieser hat den Pfad längst verlassen.

Ist man deshalb nun alleine? Bestimmt nicht,denn solange man sucht,hören die Pfade nie auf.
Man muss nur aufpassen,sich nicht in einem Labyrinth zu verirren,sich bewusst wird,all das geschieht aus freiem Willen.

@Matthias,

bei dir bemerke ich öfter eine Unentschlossenheit,an wen oder was du nun glauben solltest.
Natürlich ist dir das selbst überlassen,doch wenn du dir selbst mehr Freiheit schenkst,auf deinem Weg zur Selbsterkenntnis,erst dann...bist du freien Geistes.

Wie ich es bei E8 so rauslesen konnte (liege ich falsch,bitte dementieren), sind solche Glaubensrichtungen eher eine Zwangsgeschichte.
Indem versteht es die kath.Kirche wirklich gut,einzigst in einer Messe mit solcher Überzeugungskraft zu argumentieren,dass sich jeder als böser Sünder vorkommen muss,verlässt er diese Kirche...

Freiheit des Geistes und der Seele ist doch das Wichtigste für einen selbst,sich wohlfühlend den Weg der Selbsterkenntnis zu gehen....möchte man diesen auch gehen.
Was doch nichts anderes bedeutet,einen festen Standpunkt zu vertreten...

Selbst das wäre mir persönlich auch wieder zuviel Druck,denn es muss nie festgefahren sein.Ich darf meine Meinung doch ändern,werde ich eines Besseren belehrt....
Oder ich vertrete mehrere Ansichten....,alles was wir wissen wollen schreibt uns doch niemand vor...

Jeder Tag kann eine neue Erkenntnis sein...,egal woher sie auch immer kommen mag,oder man entscheidet es ganz einfach für sich selbt.
Es muss nicht immer und ewig von einer Perso YX kommen,wir sind durchaus in der Lage alles selbst zu erkennen...


Nur so am Rande bemerkt und nicht böse gemeint,

liebe Grüße,phaethon

Heart Heart Heart
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
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