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Konversionsneurose
#1
Wer kennt diesen im Betreff genannten Begriff? Der moderne Terminus lautet: Dissoziationsstörung.

Ich stoße in meiner Ausbildung zum Psychotherapeuten häufiger darauf. Spannend. Überforderungen mit Alltagsinhalten, mehr noch: Überforderung mit Inhalten dieses sg. Systems, führen nachgerade zu eine Verlagerung auf den vegeativen Bereich. Früher fielen Frauen häufig in Ohnmacht. Warum? Weil sie ohnmächtig gemacht wurden. Frauen hatten kaum Rechte und wurden rollenspezifisch als am Herd stehende Gebährerinnen verstanden. Egal wie intellektuell ebenbürdig oder überlegen sie Männern waren, sie wurden in ein Image gepresst. Das führte also zum regelmäßigen Kollaps.

Da ich seit 2013 an einer passageren Muskelerkrankung leide und durchgehend verkrampft bin, teilweise muskukär erstarre, vermute ich auch bei mir eine Konversionsneurose. Was ich da "überführe", weiß ich noch nicht. Hat was mit Angst zu tun.
The whole man must move together. 
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#2
Hallo Melvin,

Hoch interessantes Thema, auch bei uns grade sehr aktuell! Ich denke darauf werden Isabelle und ich noch näher eingehen.


89
Lautlos ist die Wahrheit, wie der Staub in einem tönernen Gefäß, das Gefäß kann brechen, was bleibt ist die Wahrheit.....
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#3
Lieber Eik,

kommt da noch was? Ich würde mich sehr freuen!

LG an Isa, Meli und Dich!
The whole man must move together. 
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#4
Huh 
(16.10.2018, 15:03)Melvin schrieb: Lieber Eik,

kommt da noch was? Ich würde mich sehr freuen!

LG an Isa, Meli und Dich!

Ähm ja, da mich anschließe...,diese Antwort kam halt mal öfters und man wartet..wartet..und wartet...

aber, Nachsicht,der Eik hat wenig Zeit...

grüsse ich auch alle...

klar Melvin,dich auch...und wenn ich mit dir schreibe,wäre eine winzige Antwort auch ganz schön...nur ganz,ganz wenig

Huh Heart Heart Heart
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
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#5
(16.10.2018, 18:15)phaeton schrieb:
(16.10.2018, 15:03)Melvin schrieb: Lieber Eik,

kommt da noch was? Ich würde mich sehr freuen!

LG an Isa, Meli und Dich!

Ähm ja, da mich anschließe...,diese Antwort kam halt mal öfters und man wartet..wartet..und wartet...

aber, Nachsicht,der Eik hat wenig Zeit...

grüsse ich auch alle...

klar Melvin,dich auch...und wenn ich mit dir schreibe,wäre eine winzige Antwort auch ganz schön...nur ganz,ganz wenig

Huh Heart Heart 

Guten Abend Phaeton, hast du das Gefühl, dass ich dir manchmal nicht antworte? 

LG 
Melvin
The whole man must move together. 
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#6
(16.10.2018, 19:54)Melvin schrieb:
(16.10.2018, 18:15)phaeton schrieb:
(16.10.2018, 15:03)Melvin schrieb: Lieber Eik,

kommt da noch was? Ich würde mich sehr freuen!

LG an Isa, Meli und Dich!

Ähm ja, da mich anschließe...,diese Antwort kam halt mal öfters und man wartet..wartet..und wartet...

aber, Nachsicht,der Eik hat wenig Zeit...

grüsse ich auch alle...

klar Melvin,dich auch...und wenn ich mit dir schreibe,wäre eine winzige Antwort auch ganz schön...nur ganz,ganz wenig

Huh Heart Heart 

Guten Abend Phaeton, hast du das Gefühl, dass ich dir manchmal nicht antworte? 

LG 
Melvin

ja Melvin, du antwortest wirklich kaum bis selten,was meine Person jetzt angeht,aber ich nehme dir das nicht übel,weiß ich,oder besser ausgedrückt...fühle ich es,dass es anderst nicht möglich ist/wäre

alles ist gut Melvin
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
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#7
Mit dem Thema Dissoziationstörungen habe ich mich nun auch näher befasst.

Auch diese Thematik ist für mich sehr erhellend, da für mich nun endlich meine Krisen und mein teilweise sehr sonderbares Verhalten verstehbar werden.

Natürlich stellt sich mir da auch die Frage, was wäre gewesen, wenn meine Erkrankung schon früher richtig diagnostiziert und entsprechend behandelt worden wäre.

Aber offensichtlich war es noch nicht an der Zeit und für meine Entwicklung notwendig, dass ich all diese Zustände und Krisen in all seinen Facetten am eigenen Leib erlebt habe.

Wie ich nun weiß, gehört hier nicht nur meine schwere Amnesie, sondern auch meine extrem lange anhaltenden Trancezustände dazu.

Ganz entspannt sehe ich das Thema noch nicht, aber auf dieses Thema bezogen empfinde ich die Psychologischen Erklärungsmodelle und Therapiehinweise doch sehr hilfreich und allein die theoretische Auseinandersetzung damit gibt mir eine enorme Sicherheit.

Danke auch an dieser Stelle an Melvin. Ohne seine Hinweise, wäre mir das noch lange nicht so klar geworden.

[Bild: heart.png][Bild: heart.png][Bild: heart.png]
Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.   Matth. 28, 20.


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#8
An dieser Stelle möchte ich nochmal zwei Sprüche aus dem Thomasevangelium anführen, die mir gerade sehr zu denken geben:

54) "Jesus sagt: ..., wer sein Leben nicht auf sich nimmt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."

Es liegt wohl etwas in meiner Natur, dass mir am Beginn eines Weges keine Aufgabe zu groß erscheint und ich mit vollem Einsatz starte. Nehmen die Schwierigkeiten dann aber überhand, bekomme ich es mit der Angst zu tun und ich würde am liebsten weit weglaufen.

Und vor die größte Herausforderung hat mich bisher meine langjährige Erkrankung gestellt. Zunächst war ich fasziniert und wollte die unterschiedlichen Bewusstseinszustände möglichst gründlich erforschen. Auf die damit verbundenen Nachteile und Unannehmlichkeiten wollte ich aber dann doch bitte schön verzichten.

Ich wollte weiterhin der erfolgreiche Forscher sein, der die Krankheit als ein außenstehendes  Objekt betrachtet und sie erfolgreich bezwingt. Und solange ich mir einbildete, die Krankheit zu besiegen, war ich in Wirklichkeit vor ihr auf der Flucht.

Es gibt traumatisierte Menschen, die ihr Leben weiterführen, in dem sie ihre seelischen Verletzungen einfach vergessen.

Für mich kann ich sagen, dass ich froh darüber bin, dass sich meine Verletzungen immer wieder gezeigt haben und mir vor Augen geführt haben, wo es bei mir im Kern noch mangelt.

57) "Jesus sagt: Glücklich der Mensch, der gelitten hat: er hat zum Leben gefunden."

Dieser Spruch stimmt mich hoffnungsvoll.

Für mich besagt er, dass Leiden zwar keine Voraussetzung für Erkenntnis ist, wohl aber eine lohnende Quelle sein kann. 

Er besagt für mich aber auch, dass dem Erkennen zunächst eine Phase der Stabilisierung und Heilung vorausgehen muss.

Liebe Grüße
Matthias
[Bild: heart.png][Bild: heart.png][Bild: heart.png]
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#9
(06.01.2019, 18:59)Matthias schrieb: An dieser Stelle möchte ich nochmal zwei Sprüche aus dem Thomasevangelium anführen, die mir gerade sehr zu denken geben:

54) "Jesus sagt: ..., wer sein Leben nicht auf sich nimmt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."

Es liegt wohl etwas in meiner Natur, dass mir am Beginn eines Weges keine Aufgabe zu groß erscheint und ich mit vollem Einsatz starte. Nehmen die Schwierigkeiten dann aber überhand, bekomme ich es mit der Angst zu tun und ich würde am liebsten weit weglaufen.

Und vor die größte Herausforderung hat mich bisher meine langjährige Erkrankung gestellt. Zunächst war ich fasziniert und wollte die unterschiedlichen Bewusstseinszustände möglichst gründlich erforschen. Auf die damit verbundenen Nachteile und Unannehmlichkeiten wollte ich aber dann doch bitte schön verzichten.

Ich wollte weiterhin der erfolgreiche Forscher sein, der die Krankheit als ein außenstehendes  Objekt betrachtet und sie erfolgreich bezwingt. Und solange ich mir einbildete, die Krankheit zu besiegen, war ich in Wirklichkeit vor ihr auf der Flucht.

Es gibt traumatisierte Menschen, die ihr Leben weiterführen, in dem sie ihre seelischen Verletzungen einfach vergessen.

Für mich kann ich sagen, dass ich froh darüber bin, dass sich meine Verletzungen immer wieder gezeigt haben und mir vor Augen geführt haben, wo es bei mir im Kern noch mangelt.

57) "Jesus sagt: Glücklich der Mensch, der gelitten hat: er hat zum Leben gefunden."

Dieser Spruch stimmt mich hoffnungsvoll.

Für mich besagt er, dass Leiden zwar keine Voraussetzung für Erkenntnis ist, wohl aber eine lohnende Quelle sein kann. 

Er besagt für mich aber auch, dass dem Erkennen zunächst eine Phase der Stabilisierung und Heilung vorausgehen muss.

Liebe Grüße
Matthias
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Lieber Matthias,

eigentlich bedeuten beide Sprüche sinngemäß das Gleiche...
"
54) "Jesus sagt: ..., wer sein Leben nicht auf sich nimmt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."


Es ist die Erkenntnis,die du heute in dir trägst....,wie oft hast ddu dich gefragt,wieso muss grad ich soviel Leid ertragen?

Diese Frage hab ich mir auch sehr oft gestellt,bis ich die Antwort selbst gefunden hatte....dann denkst du nach

"Es war ein langer,steiniger Weg" (als Beispiel) und dann denkst du an Jesus und erkennst..."auch er ging einen langen,steinigen Weg"

bei allem,was jemals sich als Leid darstellte, fand ich einen Bezug zu Jesus....oder ich dachte an ihn und prompt kam

eine seiner Gleichungen....

"Seiner nicht würdig sein" dass hat nichts damit zu tun,dass Jesus sich über uns stellt...,nein,er meint damit..,"dann hast du nichts von dem verstanden,was ich dir mitgeteilt habe...oder,was das Leben dir zeigte...,was ich dir lehren wollte....

Stell dir doch einfach immer sein Leben vor,dort findest du alle Situationen...


Kannst du dann endlich sagen,ich hab es geschafft,all meine Ängste zu besiegen..,einfach nur noch glücklich bin...ja,dann hast du alles,was Jesus dir über das Leben lehren wollte verstanden...

Niemand hat jemals gesagt,dass dies ein einfacher Weg sein wird...

Verstehst du seine Worte,dann verstehst du auch dein Leben....jedes Warum und Wieso....,und in dir wird nur noch ein

erkennendes Lächeln sein....


Ich hoffe,dir ein wenig geholfen zu haben,von Herzen ,phaeton
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#10
Ja, danke Dir liebe Phaethon, damit hast Du mir geholfen.

Ich habe es schon bei dem anderen Thema von Melvin zu "Erfüllung und Vernachlässigung" geschrieben, dass ich meiner Erkrankung eigentlich sehr dankbar sein kann.

Ich bin auch sehr froh, dass ich sie durch die Hinweise von Melvin nun auch in medizinischen Begrifflichkeiten richtig einsortieren kann.

Beim Rekapitulieren meiner eigenen Erfahrungen, saß mir dann aber nochmal ganz gewaltig der Stress und eben auch die darunter liegende Angst im Nacken und Stück um Stück drohte mir die Kraft zu entweichen.

Kein schönes Gefühl, bei genauerer Betrachtung aber doch aushaltbar. Bei dieser Gelegenheit ist nun auch mir klar geworden, dass Schmerzen und unangenehme Gefühle zwar zum Leben dazugehören, ob wir darunter leiden, hängt aber allein von unserer Einstellung ab.


Wer zum Leben kompromisslos ja sagen kann, kann nicht mehr leiden!

Liebe Grüße
Matthias
Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.   Matth. 28, 20.


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